Folge 42: Crash-Angst – Anlegen in Zeiten der Unsicherheit

An der Börse ist jeden Tag Suppenkasper: „Nein, meine Aktien kauf‘ ich nicht!“ Die Kurse sind immer entweder zu hoch oder zu tief und niemand weiß, ob ab morgen nicht doch Roland Emmerich an der Wall Street die Regie übernimmt.
Also lieber noch einen Tag warten. Und so steht man am Rinnstein und das Börsenleben zieht an einem vorbei und das Leben wird grau und man war nie dabei. Weder als es regnete und auch nicht, als die Sonne schien. Und das einzige, was sicher ist, ist die staatliche Rente auf „Reicht-für-nicht-unter-der-Brücke“-Niveau.
Was tun?
Vielleicht auf die Alberts hören.

Einstein sagt:

„Man muß die Dinge so einfach wie möglich machen. Aber nicht einfacher.

Schweizer sagt:

„Die größte Entscheidung deines Lebens liegt darin, dass du dein Leben ändern kannst, indem du deine Geisteshaltung änderst.“

Wir sprechen im Podcast über den Unterschied zwischen komplex und kompliziert.
Kompliziert ist einfach. Zumindest für intelligente Menschen mit genug Zeit.
Komplex ist tödlich. Zumindest für intelligente Menschen, die sich Zeit nehmen.
Nichts lähmt einen Ingenieur oder Naturwissenschaftler zuverlässiger als eine solide Portion Komplexität. Komplexität ist wie eine unendliche Folge von Babuschkas. In jeder Puppe steckt nur eine weite Puppe und nicht der finale Erkenntnisgewinn.

Wir erklären im Podcast, was Sie tun müssen, um endlich anzufangen.

Unser Fazit

„Weniger falsch“ ist das neue „Richtig“. Werden Sie Holist und lernen Sie den Kontrollverlust zu lieben.
Und im Übrigen: Komplexität kann man wegreden. Auch in Ihrer Stadt treffen sich Finanzwesir-Leser und sprechen über Gott & die Welt und Geld & Finanzen.

Links zum Thema der Woche

Finanzbegriff der Woche

Holismus. Man kann die Börse nicht als Summe ihrer Einzelteile begreifen, sondern muss sie als ganzen lebenden Organismus sehen. Nur weil Sie eine Sache vollständig auseinander genommen haben, bedeutet das nicht, dass Sie auch verstanden haben, was dieses Ding „im Innersten zusammenhält“. Das ist Holismus. Jeder redet mit jedem und alles rückkoppelt sich gegenseitig.
Man muss da ein bisschen aufpassen, denn die Grenzen zwischen Holismus und Mystizismus sind fließend („Das Tao der Physik“). Aber letztlich erklären alle Religionen und Glaubensrichtungen die Welt holistisch.
Die klassischen Schulfächer sind alle reduktionistisch ausgelegt, die Ökologie, die Ethnologie und die Systemtheorie (Kybernetik (Regelungs- und Kommunikationstheorie) und Chaostheorie) sind holistisch ausgerichtet.

Buchempfehlung des Finanzwesirs

Team of Teams: New Rules of Engagement for a Complex World* von General Stanley McChrystal.
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