Folge 34: Kreditkarten, EC-Karten, Kundenkarten

Der unsterbliche Kassendialog: „Macht 34,87 €. Haben Sie eine Payback-Karte?“
Wir fragen: Wie viel – und vor allem – welches Plastik soll man mit sich führen.
Wie nützlich sind Kreditkarten, EC-Karten und die ganzen Kundenkarten wie die Bahncard, die Payback-Karte oder die anonyme Brotstempelkarte des Finanzwesirs?
Und natürlich die Frage: Wieviel Plural brauche ich wirklich? Eine, zwei, drei oder gar vier Kreditkarten? Kundenkarten: Immer ja sagen zum Deal „Daten gegen tolles Topfset“ oder doch lieber abstinent bleiben (meine Daten gehören mir)?
Wir gehen unter anderem diesen Fragen nach

  1. Wer hat die ganzen Karten überhaupt erfunden und zu welchem Zweck?
  2. Debitkarten: Wenn Sie mal Ihre EC-Karte, die jetzt übrigens offiziell Girocard heißt, genau ansehen, werden Sie feststellen: Da sind eine Menge Logos aufgedruckt. Was steckt hinter Symbolen wie girocard, VPay oder Maestro?
  3. Kreditkarten: Als echte Kreditkarte, als getarnte Debitkarte (vorher aufladen, dann abshoppen) oder als Kreditkarte, so wie wir sie kennen. Man kriegt einen knappen Monat Kredit und dann wird alles automatisch über das Girokonto ausgeglichen.
  4. Die wunderbare Welt der Kundenkarten. Menschen, die Google für eine Außenstelle der NSA halten und ihren Browser mit Adblockern abdichten geben ihre Daten für Peanuts her. 29 Millionen aktive Payback-Nutzer können nicht irren. Laut Bundesanzeiger setzte Payback im Geschäftsjahr 2015 etwa 222 Millionen Euro um und machte ungefähr 59 Millionen Euro Gewinn. 27% Gewinnmarge ist nicht schlecht. Im Handel sind es of unter 1%.

Das Karten-Fazit

Praktisch und manchmal ein Muß, aber gefährlich. Die Karte macht Geld ausgeben noch abstrakter. Wenn wir uns die Historie des Handels einmal kurz ansehen:

  • Ware gegen Ware: Mammutfleisch gegen neue Speerspitzen. Ganz konkret. Die frische Wunde am Oberarm zeigt: Da war das Mammut schneller. Der Jäger weiß, wie hart er für die neuen Speerspitzen gekämpft hat.
  • Gold gegen Ware: Keine Wunden mehr, aber ein Goldstück rauszurücken ist doch mit Abschiedsschmerzen verbunden.
  • Papiergeld gegen Ware: Jetzt wird’s langsam abstrakt. Ein paar Baumwolllappen für einen schönen Mantel. Das geht nur, wenn man vertraut.
  • Karte gegen Ware: Tausche nichts (Unterschrift oder Geheimzahl) gegen Ware. Gefühlt – ein Gratiseinkauf. Actio (kaufen) und Reactio (weniger Geld) sind zeitlich und räumlich getrennt.

Links zum Thema der Woche

Finanzbegriff der Woche

POS – Point of Sale, die Kassenzone: Der tatsächliche Ort, an dem der Karteninhaber einen Kauf tätigt und mit der Karte bezahlt. Es handelt sich typischerweise um ein Ladengeschäft eines Vertragshändlers oder online um den Checkout.

Unsere Medienempfehlung

  1. Kartensicherheit.de, Betreiber ist die Firma EURO-Kartensysteme, ein Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Banken und Sparkassen.
  2. PDF zum Thema Zahlungskartenbetrug. Herausgegeben von der Landesmedienstelle der Polizei in Sachsen-Anhalt.

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