• Der Finanzwesir rockt - Der etwas andere Podcast über Geld und finanzielle Bildung Podcast

    Folge 48: Papierkram – Ordnung muss sein

    Das Motto dieses Podcasts: Seelenfrieden durch Bürokratie.
    Verträge, Gehaltsabrechnungen, Steuerbescheide, Depot- und Kontoauzüge, Post von der Versicherung – ab in den Schuhkarton und Deckel drauf. So macht es der Vogel Strauß.
    Wir empfehlen die bürokratische Ablage. Der Finanzwesir macht in Papier. Der Finanzrocker ist digital und verwaltet E-Papierkram. Beide sind sich einig: Eine gute Ablage muss sein.
    Warum?
    Ablage ist kein Selbstzweck, sondern die erste Stufe eines dreistufigen Prozesses.

    1. Ablage
    2. Auswertung
    3. Planung

    Die Planung 2017 wird im Laufe des Jahres 2018 zur Ablage und in 12 Monaten kommt dann der Soll/Ist-Vergleich. Was hat das Jahr 2018 aus der tollen Planung gemacht? Diese Erkenntnisse gehen dann in die 2018er-Planung für 2019 ein. Und so geht das Jahr um Jahr.

    Die Auswertung besteht aus zwei Teilen

    1. Die Cashflow-Analyse beantwortet die Fragen

      • Der allgemeine Trend: Wie hart hat die Lebensstilinflation zugeschlagen?
      • Einmalige Effekte: Gab es extreme Sonderausgaben / Sondereinnahmen?
    2. Die Assetanalyse checkt die Wertigkeit und das Potential

      • der Arbeitskraft
      • der Immobilie
      • des Wertpapierdepots
      • von Tages und Festgeld

    Außerdem checkt die Assetanalyse: Was ist drin in den Spartöpfchen fürs nächste Jahr. Geht alles klar mit Urlaub, Essen gehen, Hobbies oder muss da noch was angespart werden?

    Gute Daten bedeuten auch: Die Planung geht zügig von der Hand

    1. Grobe Budetierung (Korridore für den Regelbetrieb festlegen). Beispiel: Monatlich gebe ich zwischen 150 und 200 Euro für Lebensmittel aus. Genauer muss es nicht sein.
    2. Gibt es Sonderausgaben und -einnahmen, die jetzt schon bekannt sind?

    Links zum Thema der Woche

    Finanzbegriffe der Woche

    Peace of Mind – der Seelenfrieden. Synonyme sind: Zufriedenheit, Gelassenheit, Harmonie. Der erste Schritt zur Glücksseligkeit: Hygiene in den eigenen Finanzen. Wer finanzielle Sorgen hat, schläft nicht ruhig.

    Prokrastination – die endlose Aufschieberei. Lateinisch procrastinare „vertagen“; Zusammensetzung aus pro „für“ und cras „morgen“. Macht nur unglücklich. Der Leidensdruck steigt, bis man entweder den Papier-Everest abträgt oder kapituliert und alles im Schuhkarton verstaut.

    Buchempfehlung des Finanzrockers

    Profit First: Ein einfaches System, jedwedes Unternehmen von einem kapitalfressenden Monster in eine Geldmaschine zu verwandeln* von von Mike Michalowicz.
    Profit First: Ein einfaches System, jedwedes Unternehmen von einem kapitalfressenden Monster in eine Geldmaschine zu verwandeln

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    Folge 47: ETF-Dämonisierung

    Shownotes

    Ein Podcast im Minenfeld. Warum warnen mache Menschen so vehement vor ETFs? Sind das Propheten, die im eigene Lande nichts gelten oder doch nur Frösche, die empört quaken, weil der Provisionssumpf austrocknet?
    Wir haben recherchiert, viel gelesen und mit Gerd Kommer, Markus Jordan, Herausgeber ExtraMagazin und Arne Scheehl (verdient seinen Gehalt mit dem Bau von ETFs) die Probleme diskutiert.
    Hm, drei Leute, die ihr Geld mit ETFs verdienen. Haben wir da nicht die Böcke zu Gärtnern gemacht?
    Ich glaube nicht. Ich habe die Probleme angesprochen und von allen drei Interview-Partnern plausible und in etwa gleichlautende Erklärungen erhalten.

    Wir sprechen im Podcast unter anderem über die Kritikpunkte

    • ETF-Käufer identifizieren sich nicht mit ihrem Produkt
    • ETFs nehmen die Stimmrechte nicht wahr
    • ETFs haben eine zu große Marktmacht
    • Alle investieren nur noch in ETFs
    • ETF als Brandverstärker
    • Ob gut, ob schlecht: ETFs müssen alle Aktien des Index kaufen
    • Systemisches Risiko, oder “ Sind ETFs too big to fail“?

    Links zum Thema der Woche

    Finanzbegriff der Woche

    Die Filterblase. Die Filterblase (englisch filter bubble) oder Informationsblase ist ein Begriff, der vom Internetaktivisten Eli Pariser in seinem gleichnamigen Buch von 2011 verwendet wird.
    Fast jeder Finanzblog berichtet über ETFs und empfiehlt sie, Verbraucherschützer auch. Selbst im Finanzteil der örtlichen Tageszeitung titelt die Redaktion: „Marktbreit mit Indexfonds investieren“.
    Medial gesehen sind ETFs überall. Aber eben nur medial. Da, wo die Umsätze gemacht werden, sucht man sie vergeblich. Jede Filialbank ist ETF-freies Gebiet und auch die Vertreter der Drei-Buchstaben-Finanzvertriebe haben keinen ETF im Musterköfferchen.

    Buchempfehlung des Finanzwesirs

    The Little Book of Common Sense Investing: The Only Way to Guarantee Your Fair Share of Stock Market Returns (Little Books. Big Profits)* von John C. Bogle.
    The Little Book of Common Sense Investing: The Only Way to Guarantee Your Fair Share of Stock Market Returns (Little Books. Big Profits)

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    Folge 46: Robo-Advisors

    Robo-Advisor, ein Begriff so trennscharf und exakt wie Auto. Hinter dem Begriff Robo-Advisor verbirgt sich ein buntes Angebot. Manche Angebote sind vollständig automatisiert, andere begreifen sich als „die perfekte Symbiose aus Mensch und Maschine“. Fast alle setzen auf ETFs als Komponenten. Aber manche Anbieter wie Fintego sind vollkommen passiv und rebalancen nur regelmäßig. Andere wie Scalable oder Liquid sind stolz auf ihr aktives Management und versuchen ihren Vergleichsindex zu schlagen.
    Auch rechtlich unterscheiden sich die Anbieter erheblich. Unter den mittlerweile 31 Robos gibt es

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    Folge 45: Finanzielle Bildung ist teuer

    Shownotes

    Finanzielle Bildung = merkelsche Alternativlosigkeit. Sie sind in einem Industrieland steuerpflichtig? Dann sind Sie Teil des Finanzmarketes und haben drei Alternativen.

    1. Alles selbst machen. Blogs, Podcasts und Youtube sind umsonst, Bücher gibt’s in der Stadtbibliothek. Investieren müssen Sie nur Ihre Lebenszeit. Und das nicht zu knapp.
    2. Die Hilfe unabhängiger Dritter in Anspruch nehmen. Der Nachbrenner spart Zeit, kostet aber Geld. Weniger als 150 Euro pro Beratungsstunde sind unrealistisch.
    3. Nichts tun, nichts lernen. Die teuerste Variante. Entweder 0,0% Zinsen auf dem Konto oder das falsche Produkt mit 3% laufenden Kosten und 5% Ausgabeaufschlag.

    Die Alternative vier: „Haltet das Karussell an, ich will aussteigen“ ist nicht im Angebot. Hier gilt: mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen. Wir leben nicht auf der Selbstversorgerinsel, sondern in einer modernen arbeitsteiligen Welt.

    Fazit

    Entweder Sie setzten Geld ein oder Zeit. Wer weder Geld noch Zeit einsetzen möchte und als Vogel Strauß short geht, zahlt Opportunitätskosten: Hohe Gebühren, entgangene Chancen.
    Da hilft auch der ganze Verbraucherschutz nichts. Es wird nicht billiger, nur ehrlicher. Wer nichts zahlen kann oder will bekommt Produkte von der Stange und muss als Do-it-Yourselfer genau wissen was er tut. Lehrgeld zahlt man so oder so.

    Links zum Thema der Woche

    Finanzbegriff der Woche

    Provision versus Courtage. Der Lohn des Maklers heißt Courtage. Versicherungsvertreter erhalten eine Provision. Bei reinen Beratungsdienstleistungen spricht man von Honorar (Honorarberater).
    Das Honorar bezahlen Sie direkt, Courtage und Provision sind Teil der von Ihnen gezahlten Versicherungsprämie und werden von der Versicherungsgesellschaft an den Makler beziehungsweise den Vertreter ausgekehrt.
    Was ist der Unterschied zwischen einem Makler und einem Versicherungsvertreter? Der Makler ist dem Kunden verpflichtet, der Vertreter der Versicherung.
    Ein Makler hat einen Kunden und sucht die passende Versicherung, ein Vertreter hat eine Versicherung und sucht den passenden Kunden.
    Strukturvertriebe und ihre Mitarbeiter sind oft als Versicherungsvertreter registriert. Das gilt zum Beispiel für die DVAG, HMI (jetzt ERGO pro), WBK , Bonnfinanz, AWD (jetzt Swiss Life Select), ZEUS und viele mehr.

    Buchempfehlung des Finanzrockers

    Der Weg zur finanziellen Freiheit: Die erste Million* von Bodo Schäfer.
    Der Weg zur finanziellen Freiheit: Die erste Million

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    Folge 44: Hamsterrad

    Diese Folge ist eine Mahnung an die Jüngeren und wird den Älteren wenig Trost spenden. Der Untertitel dieser Folge: „Warum es besser ist mit 20 Gas zu geben als mit 50“.

    Die Antwort: Weil man mit 50 andere Prioritäten hat, als noch den Star-Performer im Job zu geben. Mit 50 kann sich auch der hartnäckigste Chucks-Träger sein Schicksal nicht mehr schönreden. Mit der fünf vorne ist ist man alles mögliche aber nicht mehr jugendlich. Mit 55 beginnt für die ersten die Großeltern-Saison.

    Und wenn nicht: Man ist definitiv in der zweiten Halbzeit und fragt sich: „Welche Tore will ich noch schießen?“

    Zeit, die Bucketliste auf dem Schreibtisch auszukippen und die Träume zu sortieren: „Du bleibst Traum, du wirst Realität“.
      
    Das kostet Geld (muss noch mal ins Land der Hobbits) oft aber nur Zeit (ich mach‘ jetzt einen Angelschein).

    Woher nehmen und nicht stehlen?

    Der Tag hat 24 Stunden und wenn das nicht reicht, dann nehmen wir die Nacht dazu. Diesen Spruch überlassen wir den Dreißigjährigen. Mit 50 können wir noch 80 werden, haben aber trotzdem schon Rücken oder Schulter. Dreimal pro Woche den ersten Flug ab Hamburg nach London / Madrid / München und dann mit der letzten Maschine wieder zurück nach Fuhlsbüttel und das wochenlang.

     Das war in den Dreißigern stressig aber machbar. Heute ist es

    1. rein körperlich jenseits unserer Möglichkeiten,
    2. auch nicht mehr so unglaublich erregend. Wir wissen wie fliegen geht und würden auch nicht mehr behaupten, dass wir in Toronto gewesen wären, wenn das „In-Toronto-sein“ sich so beschreiben lässt: Flughafen / Taxi / Konferenzraum / Hotel / Konferenzraum / Taxi / Flughafen. Das ist kein Torontobesuch, sondern SWAT-Action.

    Aber die Träume hocken nun mal auf dem Schreibtisch und hoffen auf Realisierung. Zum zweiten Mal: Was tun?
    Wie wär’s mit einem: „Chef ich geh‘ auf 70%.“
    Wohl dem, der mit 20 spießig genug war sich zügig ausbilden zu lassen und dann ins Berufsleben zu starten. Kein freiwilliges soziales Jahr in Argentinien, kein Work & Travel in Neuseeland, keine Selbstfindung in Indien. Sondern in den Jahren in denen man wirklich belastbar und auch noch so herrlich naiv ist, wird das Geld verdient.
    Was die Naivität angeht: Mit dreißig habe ich auch geglaubt, dass die von der obersten Heeresleitung so voll enthusiastisch verkündete Reorganisation tatsächlich der Knaller ist. Mit 50 trinkt man Whisky und kein Koolaid.

    Ich weiß, es ist viel verlangt mit 30 ein Leben zu planen, dass 80 Jahre dauert. Aber Ihr 50jähriges Ich wird es Ihnen danken.

    „Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will“
    Jean-Jacques Rousseau

    oder im Finanzwesirstil:

    „Leben und arbeiten in der arschlochfreien Zone“

    Links zum Thema der Woche

    Finanzbegriff der Woche

    Das Hamsterrad. Ein klassisches Teekesselchen – unsere Deutschlehrer nannten es Homonym oder Polysem.

    1. Laufrad für Kleinnager
    2. Abwertende Bezeichnung für einen 9-to-5-Job

    Medienempfehlung des Finanzrockers

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Wer ist hier am Start?

Herzlich willkommen beim „Der Finanzwesir rockt“-Podcast. Meine Name ist Albert Warnecke und ich blogge unter www.finanzwesir.com über die Themen

  • Private Finanzen
  • Finanzielle Freiheit
  • Passives Investieren

Diesen Podcast mache ich zusammen mit Daniel Korth vom Finanzrocker-Blog.

Wir beide plaudern hier über unsere Irrwege auf dem Schlachtfeld der privaten Finanzen und wie wir von unwissenden Anfängern zu Selbstentscheidern wurden, die ihre Finanzen selbst und ständig im Griff haben.

Wir würden uns freuen, wenn Du uns auf dieser Reise begleiten würdest.